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Wie alles begann. Porky der MiniShetty Hengst, Indianer und Tränen

  • andrea61762
  • 17. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Meine früheste Erinnerung an Pferde beginnt bei meiner Tante und in der Ponystadt von Alfred Schauberger in Nümbrecht Hardt.


Da war ich so 9 oder 10 Jahre alt.

Meine Eltern hatten ein Maschinenbauunternehmen, wenig Zeit und Ferienbetreuung gab es nicht. Also wurde ich zu meiner geliebten Tante nach Drabenderhöhe verschickt – Funfact – einer unserer LKWs fuhr die Strecke regelmäßig, also wurde ich mit ins Führerhaus gesetzt und auf Höhe Olpe von meiner Tante in Empfang genommen.


Und dann begann jedes Jahr aufs Neue für mich die schönste Zeit des Jahres mit Pferden.

Zusammen mit meiner Cousine: Reithose am ersten Tag der Ferien an und am letzten wieder aus. Sie hatten die Pferde direkt am Haus stehen – Immenhof war für mich real 🙂

Stall misten, Heu machen, Pferde putzen, füttern und Kilometer von Stallgassen fegen – egal was, ich habe alles gemacht.

Ich war das Mädchen, das immer da war, wenn es um Aufgaben, Arbeiten und den täglichen Umgang mit Pferden ging.

Die Weide war unsere Prärie, wir die Indianer und die zwei kleinen Cousins die Squaws, die im Zelt auf uns warteten mit dem Essen – klare Rollenverteilung.

Danke an dieser Stelle an alle Männer in meinem späteren Leben – ich wurde einfach sehr früh geprägt.


Ab und zu bekam ich eine 10er-Karte Reitstunden geschenkt von meiner Tante und so kam Alfred Schauberger in mein Ponyleben und meine ersten Erfahrungen im Reiten lernen. Pferdemann durch und durch aus einer Schaustellerfamilie . Seine Familie trainierte viele Show Pferde und genau das tat er auch in seiner Ponystadt

Seine Fuzzy Show auf der Equitana oder beim Auftrieb der Dülmener Wildpferde war damals legendär. Meine Cousine und ihre Brüder waren fester Teil der Show und ich natürlich hochbegeisterter TT.

In dem Fall ST 😉


👉 Wenn dich dieser Hintergrund interessiert:

Star der Show war Porky, der Minishettyhengst.

Porky war das erste Pony, das ich selbstständig aufgetrenst habe… easy denkst du?

Holy Moly – dann kennst du Shettys nicht.


Warum ich ausgerechnet ihn ausgesucht habe? Er stand abseits in einem Nebenstall mit zwei anderen Pferden, kein Schulbetrieb, keine wachsamen Augen, keine Kritiker. Ich habe mich mit der Trense in seine Box geschlichen und so lange geübt, bis es ging – erst dann bin ich mit meinen Auftrens-Künsten an die Öffentlichkeit… tata.


Was habe ich in der Ponystadt über Pferde und Pferdetraining gelernt?

Ein Leben mit Pferden ist in erster Linie Arbeit, Fürsorge und Verantwortung – und ein Job, der nie Pause hat.

Auch wenn die Pferde damals in Ständern standen, waren sie dort nicht einfach abgestellt. Sie hatten Aufgaben, kamen mindestens 3–4 Mal am Tag raus, viel ins Gelände und im Sommer auf die Weide. Zurück wollen wir die Ständerhaltung trotzdem nicht.

Bevor wir nicht ohne Bügel galoppieren konnten, ging es sowieso nicht ins Gelände – aber dann auch mal drei Tage.

Alfred Schauberger – „Onkel Alfred“ – war hart als Lehrer und als Mennsch nicht einfach zu verstehen. Ich habe schon die ein oder andere Träne verdrückt – aber andererseits habe ich auch immer verstanden, warum er so streng war. Ich wusste immer, dass es ihm um den richtigen Umgang mit dem Pferd ging.

Klar. Deutlich. Ehrlich.

Später hat er gemeinsam mit seiner Praktikantin Eva Wiemers die ersten Bücher über Zirkuslektionen im Pferdetraining geschrieben, Kurse gegeben und ist die Basis f. viele heute erfolgreiche Pfertrainer

(👉 Mehr zu Zirkuslektionen: https://de.wikipedia.org/wiki/Zirkuslektion)


Klar. Deutlich. Ehrlich - das ist auch in meiner Arbeit mit Pferden tief verwurzelt.


 
 
 

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